7 Gründe für ein bargeldloses Geschäft

Die Idee eines bargeldlosen Geschäftes ist in der heutigen Zeit eine Lösung, die an vielen Stellen Arbeitserleichterung schafft. Bei vielen hält sich der Irrglaube, dass nur Bares Wahres ist oder, dass man gegenüber dem Finanzamt zu „gläsern“ wird. Das ist Blödsinn, spätestens seit der Einführung der TSE kann jeder Betriebsprüfer bzw. jede Betriebsprüferin alle Daten, die er oder sie braucht aus dem Kassensystem ziehen, da ohnehin alles im System festgeschrieben ist, ob bar oder unbar spielt keine Rolle.

Wir möchten mit euch die Gründe für ein bargeldloses Geschäfts durchgehen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Zeitersparnis legen, die ihr durch das bloße Verzichten von Bargeld habt. Man sagt nicht umsonst „Zeit ist Geld“….

Grund 1: Kassiervorgänge pro Kunden werden schneller

Durch die Zahlung per EC- oder Kreditkarte, Smartphone oder Smartwatch wird jeder Kassiervorgang deutlich schneller. Ihr müsst nicht darauf warten bis das Kleingeld zusammengekramt ist, müsst kein Rückgeld raussuchen und schon gar nichts nachzählen. Allein das spart euch pro Kassiervorgang zwischen eine halbe bis eine Minute. Rechnet man das mal hoch pro Kunden, ist das Ergebnis echt verblüffend.

Im Monat hat ein kleines Geschäft bei ca. 80 Kunden pro Monat eine Zeitersparnis von ungefähr 40 Minuten, ein größeres Geschäft mit beispielsweise 800 Kunden pro Monat ungefähr 7 Stunden gespart. Wenn man sich mal überlegt, wie viele Behandlungen man in dieser Zeit mehr machen könnte, spricht das Ergebnis für sich – auch wenn es nur ein Haarschnitt, eine Gesichtsbehandlung oder eine Maniküre mehr pro Monat ist. Übrigens macht der Verzicht auf Bargeld Bezahlen viel hygienischer, vor allem durch die Möglichkeit der kontaktlosen Bezahlung.

Übrigens: Falls ihr wissen möchtet, wie viele Kundentermine ihr pro Monat macht: “Statistiken” > “Business Analyzer” und “Monat” als Dimension und “Anzahl Termine” als Kennzahl wählen.

PS: Wer unser Zahlungssystem studiolution Pay mit dem Terminal (oder Bezahllink) nutzt, wird noch schneller. Der zu zahlende Betrag wird automatisch auf das EC-Terminal übertragen und es ist keine manuelle Eingabe des Betrags ins Gerät mehr nötig. Vermeidet auch die Fehler bei der Eingabe ins EC-Gerät.

Grund 2: Kassenabschlüsse werden einfacher und schneller

Wir wissen, dass der Kassenabschluss am Ende des Tages oft ein leidiges Thema ist – vor allem, wenn es darum geht das ganze Kleingeld zu zählen und Ursachen für mögliche Fehlbeträge in der Kasse zu finden. Wenn es kein Bargeld gibt, reduziert das eine große Fehlerquelle in der Kasse. Es passiert nicht mehr, dass man zu viel oder zu wenig Geld rausgibt. Dadurch ist der Kassenabschluss auch nicht mehr so mühselig – übrigens entfällt auch die Bankentnahme. Ihr müsst lediglich den EC-Schnitt abgleichen und schon ist der Kassenabschluss getan.

In Zahlen spart man pro Kassenabschluss mindestens 10 Minuten für das Zählen von Bargeld und weitere 5 Minuten für Korrekturen. Bei 20 Kassenabschlüssen pro Monat sind weitere 3,5 Stunden pro Monat eingespart und sehr viele Nerven(!)

Grund 3: Verzicht von Tresor und Gang zur Bank

Ihr braucht keine Kassenlade mehr, keinen Tresor und das beste ihr erspart euch die ständigen Einzahlungen auf der Bank. Alleine, wenn man nur einmal pro Woche zur Bank geht und das zwischen 15 bis 30 Minuten dauert, sind es im Monat zwischen 30 min bis 2 Stunden, die man an Zeit eingespart hat.

Grund 4: Monatsabschluss weniger komplex

Der Steuerberater hat durch den Verzicht auf Bargeld keine Kassenbuchungen mehr, keine Abgleiche der Einzahlungen auf der Bank, das macht seine Arbeit leichter und reduziert seine Arbeitsstunden, was natürlich auch für euch und eure Steuerberaterrechnung einen sehr positiven Nebeneffekt hat.

Grund 5: Betriebsprüfung weniger stressig

Bargeld zählt immer noch zu der größten Quelle von Schwarzgeld. Bei einer Kassennachschau nimmt der Kassensturz die meiste Zeit in Anspruch und entspricht der Betrag in der Kasse mal nicht dem im System geht der Stresspegel direkt nach oben. Das Problem habt ihr nicht, wenn ihr auf Bargeld verzichtet. Der Prüfer zieht sich über das System die relevanten Daten. Bargeldlose Geschäfte stehen zudem deutlich weniger unter Verdacht von Schwarzgeld.

Kleine Anekdote: Die Kassensicherungsverordnung mit der Bonpflicht ist daraus entstanden, dass der Staat davon ausgeht, dass nicht alle Umsätze beim Finanzamt angegeben werden. Durch die TSE ist es ohnehin richtig schwer geworden Geld am Finanzamt vorbeizuschieben.

Grund 6: Diebstahl nahezu unmöglich

Bei Bargeld muss man sich weder Sorgen, um das Wechselgeld, den Tresor oder die Trinkgeld-Kassen machen. Bargeld gibt es im Falle eines Diebstahls nicht zu holen und das ist schon mal eine Sorge weniger. Man muss ich auch keine Sorgen machen, falls mal ein Betrag aus der Kasse verschwindet. Das kann euch einfach nicht mehr passieren.

Grund 7: Mehr Harmonie

Leider passiert es doch mal, dass die Kasse nicht stimmt, weil Geld falsch rausgegeben wurde oder Geld aus unerklärlichen Gründen verschwunden ist. Einen Schuldigen zu finden oder der Ursache auf den Grund zu gehen, kann für die Teamdynamik und das Verhältnis von Angestellten zu Chef sehr kritisch sein. Diesen Stress kann man sich sparen, sobald man auf Bargeld verzichtet.

Wie viel Zeit spart ihr?

Rechnet man die Zeitersparnis der verschiedenen Punkte zusammen, kommt man zu folgendem Ergebnis:

Ihr spart euch zwischen 5,6 bis 12 Stunden pro Monat. Unsere Rechnung war noch relativ niedrig angesetzt, viele brauchen für die verschiedenen Tätigkeiten deutlich mehr Zeit. Rechnet man die eingesparte Zeit in Dienstleistungen am Kunden um, die man machen könnte… Das reicht rein vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus sich gegen das Bargeld zu entscheiden – und wir wollen nicht außer Acht lassen, wie viel unnötigen Stress man sich sparen kann.

Falls ihr wissen möchtet, was das für euch in Zahlen ausgedrückt bedeutet, schaut euch euren Umsatz pro Terminstunde an unter “Statistiken” > “Mitarbeiter” > “Umsatz pro Stunde (reine Terminzeit)”. Das macht noch deutlicher, wie viel Umsatz man in den eingesparten Stunden eigentlich machen könnte.

Und die Kunden?

Oftmals kommt das Argument hoch, dass nicht alle Kunden (vor allem die ü70 Generation) auf Bargeld verzichten kann. Der Anteil solcher Kunden wird immer weniger und die Kunden machen oftmals solche Umstellungen einfach mit. Natürlich wird es eine Umgewöhnungsphase geben, aber heutzutage gibt es viele Kommunikationskanäle, um die Kunden über den Verzicht von Bargeld zu informieren – sei es über Social Media, eine E-Mail- oder SMS-Kampagne oder eine Info (mündlich oder als Aushang) im Geschäft. Am Ende kommen eure Kunden für euren großartigen Service und euer Können in das Geschäft und nicht aufgrund der Zahlungsart.

Was ist mit dem Trinkgeld?

Trinkgelder lassen sich selbstverständlich auch bargeldlos vergeben, ohne eine Barentnahme. Eine Anleitung dazu gibt es hier. Sollten eure Kunden erst nach dem Kassiervorgang merken, dass sie euch gerne ein Trinkgeld geben möchten, könnt ihr einfach in die Kasse rein und anschließend nur das Trinkgeld ganz ohne Leistung durchkassieren.

Falls ihr euch Sorgen macht, dass eure Kunden euch weniger Trinkgeld geben, wie zuvor oder denken, dass bei Kartenzahlung kein Trinkgeld gegeben werden kann, haben wir auch eine charmante Lösung: ein Aufsteller für eurem Tresen. Ihr könnt unsere kostenlose Druckvorlage (DIN lang, geschlossenes Endformat 9,8 x 16,2 cm) einfach herunterladen und entweder online bestellen oder bei der Druckerei eures Vertrauens in Auftrag geben.

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Zusätzlich haben wir euch vier verschiedene Vorlagen zum Posten auf Social Media (1080 x 1080 px):

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