2 neue Kennzahlen im Business Analyzer

Der Business Analyzer hat Nachwuchs bekommen. Wir haben zwei neue Kennzahlen, die eure Auswertungen noch genauer machen. Zur Inspiration haben wir einige Beispiele für euch, die euch zeigen, welche Auswertungen möglich sind:

Individuelle Auswertungen mit dem Business Analyzer

Bevor wir tief in das Thema eintauchen: Was ist der Business Analyzer überhaupt? Der Business Analyzer ist ein ganz besonderes Tool, welches ihr unter “Statistiken” > “Business Analyzer” findet. Ähnlich wie in einem Baukastensystem könnt ihr Auswertungen basierend auf bestimmten Kennzahlen und Dimensionen vornehmen. Auswertungen, die vielleicht andere Statistiken nicht hergeben und Aufschluss über ganz spezielle Bereiche geben, wie z.B. den Umsatz pro Monat nach Kunden oder die Verteilung eurer Zahlungsarten. Gestützt werden die Auswertungen durch Grafiken sowie Tabellen. Ihr könnt jede Auswertung über Excel exportieren. Hier gibt es unser Trainingsvideo dazu.

Unser Tipp: Ihr könnt jede Auswertung basierend auf Kennzahlen und Dimensionen als Vorlage speichern und wiederverwenden – rechts oben im Business Analyzer:

Umsatz pro Buchung

Der Umsatz pro Buchung berechnet den “Durchschnittsbon”, also den Durchschnitt pro Kassiervorgang. Anders als bei dem Umsatz pro Termin werden nicht nur kassierte Termine, sondern auch alle Kassiervorgänge, die über die Kasse laufen in die Berechnung einbezogen – also auch einfache Produktverkäufe oder Leistungen, die ohne Termin kassiert wurden. Auch hier haben wir drei Beispiele für euch vorbereitet:

Beispiel 1: Wie hat sich mein Durchschnittsbon über die Jahre hinweg entwickelt?

Die Analyse kann interessant sein, um einen Überblick zu bekommen, wie der Durchschnittsbon sich über die Jahre hinweg entwickelt hat. Die Ursachen können dabei unterschiedlich sein, z.B. Preissteigerung, mehr Verkauf pro Kassiervorgang – durch teurere Dienstleistung, mehr Produktverkauf oder besserer Verkauf von Zusatzleistungen uvm. Man kann in der Analyse natürlich weitergehen, um herauszufinden, wo genau eure Ursachen liegen.

Für eine einfache Auswertung wählt ihr diese Kennzahlen:

Die Auswertung zeigt euch dann folgendes:

Der Umsatz pro Buchung steigt über die Jahre ganz natürlich an, alleine durch die Inflation und weiteren wirtschaftlichen Faktoren. In unserer Auswertung sieht man aber, dass der Anstieg von 2019 auf 2020 etwas “steiler” ist. Das hat neben der Steigerung des Grundpreises, die neue Corona-Hygienepauschale als Ursache. Diese hat in unserem Beispiel den Umsatz pro Buchung nach oben getrieben.

Beispiel 2: Welche Kunden sind meine stärksten?

Für diese Auswertung schauen wir uns die neuen Kennzahlen an und wollen herausfinden, welche Kunden den höchsten Durchschnittsbon und den höchsten Gesamtumsatz haben.

Wählt folgende Kennzahlen aus:

Die Grafik zeigt euch deutlich, dass Ralf die höchsten Gesamtumsätze macht:

Ein Blick in die Tabelle verrät uns genaueres. Ralf hat zwar mit Abstand die höchsten Umsätze, aber Martin hat mit Abstand den höchsten Umsatz pro Buchung. Beide Kunden sind wertvoll. Vielleicht schlummert in Martin ein Potenzial, um noch mehr zu verkaufen und ihn zu mehr Besuchen zu bewegen, um auch den Gesamtumsatz zu steigern. 😉 Eine solche Auswertung kann auch für eure Analyse der Kunden sehr hilfreich sein. Legt dafür einen Zeitraum fest, der aussagekräftige Daten liefert. Wir empfehlen mindestens ein Jahr auszuwählen.

Beispiel 3: Welche/r Mitarbeiter/in macht die besten Umsätze, gemessen an Umsatz, Anzahl von Terminen und Umsatz pro Buchung?

Falls ihr mal auswerten möchtet, wie stark eure Mitarbeiter im direkten Vergleich nach Umsätzen, Terminen und Umsatz pro Buchung sind, ist diese Auswertung herausragend. Im direkten Vergleich erkennt ihr nämlich die unterschiedlichen Stärken der Mitarbeiter. Manche schaffen es durch viele Termine einen guten Umsatz zu machen, anderer haben vielleicht weniger Termine, aber setzen pro Buchung und im Gesamten mehr um.

Folgende Kennzahlen solltet ihr verwenden:

 

In der Grafik ist deutlich zu erkennen, dass Sabine die meisten Umsätze macht. Der Teufel steckt aber im Detail, die Tabelle zeigt noch mehr interessante Fakten:

Peter macht zwar die meisten Termine, hat aber in der Summe nicht die höchsten Umsätze – sowohl per Buchung als auch im Gesamten. Das könnte daran liegen, dass er vielleicht preiswertere Leistungen verkauft, z.B. nur Haarschnitte oder nicht so ein Verkaufstalent für Produkte wie Sabine ist. Sabine macht nämlich mit weniger Terminen höhere Umsätze. Natürlich könnt ihr die Auswertung noch genauer machen, indem ihr Produkt- und Leistungsumsätze reinnehmt. Als Basis für ein Feedbackgespräch ist diese Auswertung großartig.

Verkaufte Menge

Diese Kennzahl wertet die Menge an Verkäufen über die Kasse aus. Das umfasst Produkte und auch Dienstleistungen. Wir haben für euch drei interessante Statistiken für die verkaufte Menge:

Beispiel: Welche Produkte wurden im Juni am meisten verkauft (inkl. Umsatz)?

Falls ihr mal auswerten möchtet, welche Produkte die Kassenschlager sind nach Menge und Umsatz über einen bestimmten Zeitraum (in unserem Beispiel Juni), sind diese Kennzahlen die richtigen:

In der Grafik und Tabelle lässt sich dann folgendes erkennen: Das Shampoo ist definitiv der Kassenschlager, aber was sagt die Menge?

Die Tabelle gibt euch einen genaueren Überblick über die Zahlen. Ihr erkennt, dass das “Absolut Repair Lipidium Shampoo” am meisten verkauft wurde:

Ihr könnt natürlich auch noch weitere Kennzahlen in die Analyse mit reinnehmen, um die Auswertung noch feiner zu machen, z.B. Hersteller, Kundenart usw.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren. Hockt euch einfach mal hin und probiert es aus. Ihr werdet überrascht sein, welche Erkenntnisse euch die verschiedenen Analysen liefern. Und man muss echt kein Zahlfetischist sein – kann es aber vielleicht werden. 😉

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